12.05.2020

Structure Scan: Bildgebende Technik für die Tiefe

StructureScan05.jpegStructureScan01.jpgDie SeaQuest ist mit 2 Sonargebern ausgestattet:
Einem herkömmlichen Echolotgeber mit Temperatursensor und zusätzlich mit einem Structure-Scan-Geber.

Letzterer ist für die fotorealistische Darstellung von Strukturen auf dem Grund unter dem Geber verantwortlich.
Erreicht wird dies durch ein Abtasten per Sonar und anschliessender Interpretation des Echos per Softwarealgoritmus.

Je nach Tiefe, Strömung und Eintrübung kann man zwischen 455khz Abtastfrequenz (grössere Tiefe, sedimentreiches Wasser) und 800khz
(Klares, flacheres Wasser) umschalten.
Auf Basis der höheren Frequenz liefert der Geber detailliertere Bilder.

Die grundlegende Funktionalität bringt der Plotter bereits mit sich. Bequem erreicht der neugierige Skipper den gewünschten Modus direkt aus dem Hauptmenü, wobei (rechts im Bild) beliebig viele Split-Screen-Szenarien frei konfigurierbar sind:

StructureScan04.jpeg

Livebilder lassen sich direkt auf dem Plotter darstellen, jedoch kann man die Sonardaten auch im Hintergrund georeferenziert aufzeichnen und später am heimischen Rechner mit einer Software (z.B. ReefMaster Sonar Viewer) betrachten, auswerten und sogar in digitale Seekarten einrechnen.
Auch ein retrospektives Betrachten der Daten direkt auf dem Plotter ist möglich.

Interpretieren wir doch ein paar Bilder:

StructureScan02.jpgLinks im Bild erkennt man die Pfeiler einer Brücke, nach links weglaufend den “Sonarschatten”.
Alle Objekte werfen relativ zur Position des Gebers einen Schatten.
Möchte man wissen wie gross diese Objekte sind, kann man direkt auf dem Plotter via Korrelation der Daten eine Messung vornehmen. Auch die Tiefe jedes einzelnen Punkts auf dem Display lässt sich ablesen.

StructureScan03.jpgLinks sehen wir einen Balken oder ein Brett, welches bereits ein Stück weit im Schlamm versunken ist.
Auf der rechten Seite erkennt man die Kette an der ein Ponton zum Anlegen befestigt ist. 

Wie weit das Objekt aus dem Boden ragt erkennt man an der Länge des Schattens.
Unten im Bildrand stehen Zahlen, die anzeigen, wie weit die entsprechenden Bereiche von der Kiellinie (Bildmitte) entfernt sind Ganz aussen steht jeweils eine 12, somit sind Objekte am Bildrand 12m von der Kiellinie entfernt. Die gesamte Range umfasst 2×12m, also 24m vom linken bis zum rechten Bildrand.
Je nach Tiefe kann man diesen Bereich manuell anpassen oder den Plotter den Ausschnitt automatisch regeln lassen.
Links unten über der Angabe zur Range wird die Frequenz dargestellt, mit der der Boden abgetastet wird.

Dieser Weblog-Beitrag wird in Zukunft immer mal wieder aktualisiert werden.
Geplant ist u.a. das Abtasten einiger Schiffswracks.
Also, schaut ab und zu mal rein! Es lohnt sich sicher!

Frank - 13:44 @ Technik | Kommentar hinzufügen

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